Bürgermeisterkandidatin Christina Schlicker in Borstel

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Vor ca. 2 Stunden war die Bürgermeisterkandidatin Christina Schlicker noch in Nöpke, jetzt ist sie in Borstel. Strömender Regen und deutliche Abkühlung scheinen hier niemand zu beeindrucken. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger versammeln sich unter dem eigens aufgestelltem Zelt um Schlicker kennen zu lernen, ihr Fragen zu stellen und Anregungen zu geben.

Fahrradwege-Fahrradwege, wie in Nöpke ein zentrales Thema für die Anwesenden.

In Borstel gibt es überhaupt keine Fahrradwege, ebenso keine zwischen Hagen und Himmelreich und zwischen Helstorf und Mandelsloh.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene setzen eine CO2freie Mobilität mit Fahrrädern, Elektrofahrrädern etc. um, finden jedoch keine entsprechende oder eine miserable Verkehrsinfrastruktur vor, von der Unfallgefahr, insbesondere für Kinder ganz zu schweigen, war einstimmiger Tenor.

Als Regionsabgeordnete kennt Schlicker die Planungsunterlagen des Radwegenetzes der Region und drängt darauf, dass die Gemeinden des Neustädter Umlandes in der Prioritätenliste vordere Plätze erhalten müssen. „2021 wird diese Prioritätenliste in der Region neu beschlossen“, sagt Schlicker.

Scherzhaft wirft ein Teilnehmer in die Runde: „Es würde keiner verstehen, wenn in Eilvese dann drei Fahrradwege gebaut würden und in Borstel keine“ (Schlicker ist zur Zeit noch Ortsbürgermeisterin von Eilvese). 

Der fehlende Glasfasernetzausbau, als Voraussetzung für die Ansiedlung von Geschäften und Gewerbebetrieben und die undurchsichtige Gebührenstruktur z.B. bei Northern Access, wird ebenfalls diskutiert. „Ich beschäftige mich sehr intensiv mit dem, Thema“, so Schlicker und weist darauf hin, dass in 2020 eine neue „Förderkulisse Bund-Land-Region“ aufgelegt wird.

Schlicker wird gebeten zum Thema des nitratbelasteten Wassers und dessen Verbesserung Auskunft zu geben. Sie weist auf die vielen Gespräche hin, die sie mit dem Wasserverband Garbsen Neustadt, den Harzwasserwerken, dem Fachbereich Umwelt in der Region und der Bürgerinitiative „Besseres Wasser“ geführt hat. Hier kann sie auf ihre Position verweisen, die sie auf der Homepage der Abteilung Eilvese veröffentlicht hat (https://spd-neustadt-rbge.de/spd-vor-ort/abteilung-spd-eilvese/).

Ein Teilnehmer möchte gern drei Aussagen von Schlicker hören und fragt sie: „Was unterscheidet Sie von den anderen Mitbewerbern um das Bürgermeisteramt?“

Die Antworten fielen umfangreicher aus: „Ich bin eine Frau, ich bin eine Einheimische und sehr mit dieser Gegend emotional verbunden, ich möchte unter anderem eine empathische Sprachkultur in der Kommunikation zwischen Stadtverwaltung, Politikern und Bürgerinnen und Bürgern einführen. Dadurch hätten wir die Chance im „Miteinander“ mehr zu erreichen und ich werde keine Versprechungen abgeben, die ohne Kenntnis der Finanzsituation unseriös wären. Ich glaube, dass ich da gegenüber männlichen Mitbewerbern im Vorteil bin – bitte gehen Sie auch wählen“.

Die Reaktion der Anwesenden vermittelte den Eindruck, dass man sich über die folgenreiche Bedeutung der Bürgermeisterwahl aber auch der Europawahl sehr wohl im Klaren ist.

 

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