„Frau Bürgermeisterin oder Herr Bürgermeister“ - wie sprechen wir unser künftiges Stadtoberhaupt nach der Wahl am 26.Mai an?

 

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Zweite Vorstellungsrunde der Kandidatin und der Kandidaten.

Die Aula des Neustädter Gymnasiums war bis in´s Foyer gefüllt. 

Zu Beginn gaben alle ihre Statements zu ihren Schwerpunkten ab. Christina Schlicker setzt sich dafür ein, die Quote für den Sozialwohnungsbau zu steigern, bezahlbare Wohnungen zu schaffen, eine familienfreundliche Stadt zu entwickeln und ein Betreuungskonzept für Grundschulkinder zu fördern.

Schlicker:“Neustadt soll die familienfreundlichste Stadt der Region werden“.

 

Nach den Statements ging es zu den Fragen der Bürgerinnen und Bürger über. Neben der Frage eines ehemaligen Schulleiters, was Neustadt besonders auszeichnen würde, war für einen anderen Fragesteller interessant, wie oft die Kandidatin, die Kandidaten bereits an Ratssitzungen teilgenommen hätten, um zu wissen welche Themen im Rat überhaupt aktuell wären. Für Schlicker, als ständiges Ratsmitglied, gab es da nichts zu überlegen. Bei dem Thema Straßenzustand hebt Schlicker die notwendigen Bahnübergänge hervor, das ist für sie „Chefsache“. Die etwas kuriose Frage nach einer Wiederholung des Bürgerentscheids zum Rathausstandort wurde nur von einem Kandidaten beantwortet, der dies verlangen würde. 

Danach wurden die Kandidatin, die Kandidaten auf die von ihnen veröffentlichten Aussagen befragt, zum Beispiel ging die Frage an Schlicker: „Was ist an Neustadt unsicher?" Schlicker möchte in Absprache mit der Polizei einen kommunalen Ordnungsdienst einsetzen, der präventiv aktiv werden soll, um das subjektiv empfundene Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger besonders in den Abendstunden zu stärken.

Die Frage nach dem stark nitratbelastetem Trinkwasser an die 31 Nordgemeinden beantwortete nur Stefan Porscha, dass er die Kooperation zwischen dem WVGN und den Landwirten begrüßt und keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung bestünde weil der Nitratgehalt unterhalb des Grenzwertes liege. Dass er damit gegen besseres Wissen die anderslautenden medizinischen Studien ignoriert, wurde nicht weiter diskutiert.

Die anderen Kandidaten wurden dazu nicht befragt. Schlicker, Wotrubez und Herbst hatten jedoch vorher eindeutig bekundet, sich für die Verbesserung des Trinkwassers und gleiche Verbraucherpreise einzusetzen.

„Wo sollte im städtischen Haushalt gespart werden, wo sollen Mehreinnahmen herkommen?“ beantwortete Schlicker damit, dass sie erwarte vom Land und vom Bund besser finanziell unterstützt zu werden. Die Rücklagen seien aufgebraucht und die Kommunalaufsicht könnte Warnungen aussprechen.

Zu Biogasanlagen sagt Schlicker eindeutig nein, da es eine Fehlentwicklung sei.

Der teilweise nicht durchgesetzte Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz wurde damit begründet, dass die Ausbildung des Fachpersonals erst beendet sein müsse, das würde aber in Kürze sein.

Zur Frage: „Was machen sie für die Alten?“ antwortete Schlicker, dass sie Mehrgenerationenbauprojekte unterstützen würde, da alte Menschen gern in ihrer vertrauten Umgebung auch auf dem Land bleiben möchten.

Zur Frage: „ Was machen sie für die Jugendlichen?“, möchte Schlicker möglichst in Bahnhofsnähe ein Jugendzentrum, Jugendtreffpunkt, der auch gößeren Gruppen die Möglichkeit bietet sich zu treffen, zu feiern oder Projekte zu entwickeln.

Zur Frage nach der Führungskompetenz als Chefin einer großen Verwaltung, vertritt Schlicker die Auffassung, dass sie hierzu eine gute „Vermittlungskompetenz“ besitze und hervorragend kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung habe, die ohne Anstrengung zu motivieren seien ihre Kompetenz ausschließlich für die Bürgerinnen und Bürger kundenfreundlich zur Verfügung zu stellen.

Einen unerwarteten Abschluss der Veranstaltung leitete ein Zuschauer ein, indem er aufstand und dem anwesenden bisherigen Bürgermeister Uwe Sternbeck für seine Zeit als Bürgermeister der Stadt dankte. Ungeteilter Beifall aller Anwesenden war ein respektvoller Abschluss.

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