BRENNPUNKT WASSER

 
Foto: hh

Dr.Matthias Miersch (MdB), Christina Schlicker (Bürgermeisterkandidatin)

 

Bürgermeisterkandidatin Christina Schlicker geht lösungsorientiert an das Problem des nitratbelasteten Trinkwassers im Neustädter Land.

 
2019_05_21_Mirsch_Schlicker_Luise_01Foto: hh

Christina Schlicker hatte sich Unterstützung durch Dr. Matthias Miersch (Mitglied des Deutschen Bundestages und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Umwelt und Landwirtschaft geholt. 

Im Café Luise, Eilvese. versammelten sich ca. 50 Bürgerinnen und Bürger aus vielen Neustädter Gemeinden um zu erfahren, wie das Problem zu lösen wäre.
Schlicker ging lösungsorientiert mit einer zeitnahen Perspektive vor und vermied es, die Diskussion auf das Verursacherprinzip zu reduzieren. 

Sie hatte sich im Vorfeld unter anderem von der Bürgerinitiative „Besseres Wasser“ und der Geschäftsleitung der Harzwasserwerke informieren lassen und die SPD AG „Umwelt und Klimaschutz“ der Region Hannover eingebunden. Mit einer detaillierten Präsentation stellte sie den Anwesenden die komplexen Zusammenhänge vor und kam dann zu einem Vorschlag der, kurzgefasst, den Nitratgehalt im Trinkwasser auf fast die Hälfte des derzeitigen Wertes ohne große finanzielle Anstrengung senken könnte. Alle anderen langfristigen Maßnahmen sollten parallel verlaufen. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass der zuständige Fachbereich der Region den Harzwasserwerken eine größere Fördermenge der hiesigen Brunnen genehmigt, die dann dem Wasserwerk in Hagen zur Mischung angeboten werden könnte. Schlicker: „Das ist für mich Chefsache, die Gesundheit der Menschen hat oberste Priorität.“

Miersch beleuchtete das Nitratproblem aus der Bundesperspektive und berichtete, dass der Bauernverband in Berlin gegen die Düngeverordnung sturmgelaufen sei, obwohl der Europäische Gerichtshof 2018 mit einer Frist Ende März 2019 der Bundesregierung auferlegt hatte, Maßnahmen zu ergreifen, den Nitrateintrag zu verringern. Da dieser Termin ergebnislos verstrichen ist, hat der zuständige EU-Kommissar ein Zwangsgeld gegen die Bundesregierung in Höhe von bis zu 860.000,-EUR pro Tag angekündigt.

Weite Teile der Landwirtschafts-Funktionäre verhindern und blockieren die möglichen Verbesserungen. Finanzminister Olaf Scholz hätte bereits angekündigt, dass dieses Zwangsgeld aus dem Budget des CDU-geführten Landwirtschaftsministeriums zu übernehmen wäre, da die Ministerin die Düngeregel nicht verschärft hätte, so Miersch.
Landvolkvorsitzender Volker Hahn wollte wissen, wie die SPD zum Grenzwert von 50mg/Liter Nitrat im Trinkwasser stünde. Miersch:“Der Grenzwert muss überdacht werden.“

Eine Reihe anderer Fragen haben deutlich gemacht, dass das Thema gesundes Wasser im Bewusstsein der Bevölkerung gestiegen ist.

Miersch wies in diesem Zusammenhang auf das niedersächsische Düngerecht hin.

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/action/duevfaq.html

Die Veranstaltung endete nach 2 Stunden.

 

hh

2019_05_21_Mirsch_Schlicker_Luise_03Foto: hh
2019_05_21_Mirsch_Schlicker_Luise_02Foto: hh
2019_05_21_Mirsch_Schlicker_Luise_04Foto: hh
2019_05_21_Mirsch_Schlicker_Luise_05Foto: hh
2019_05_21_Mirsch_Schlicker_Luise_06Foto: hh
 
    Gesundheit     Kommunalpolitik     Landwirtschaft     Niedersachsen
 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Selbstverständlich beachten wir die Vorschriften des Datenschutzes.
Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.