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Wiebke Osigus Foto: wo

26. September 2019: KINDESMISSBRAUCH DARF NICHT VERJÄHREN

„Trotz Kenntnis von Tat und Täter scheitert die Strafverfolgung leider oft aufgrund der Verjährung (30 Jahre) bei Missbrauch an Minderjährigen“, schildert die stellvertretende rechtspolitische Sprecherin Wiebke Osigus und betont: „Jedes Opfer von sexueller Gewalt und Missbrauch ist eines zu viel.“

Die SPD-Fraktion im Landtag wird eine Bundesratsinitiative zur Strafrechtsänderung auf den Weg bringen. „Wir wollen, dass die Täter ihr Leben lang zur Rechenschaft gezogen werden und auch nach Jahrzehnten aufgedeckte Delikte verfolgt und bestraft werden können“, so Osigus.

Bislang haben viele Opfer den Schritt der Anzeige und der juristischen Verfolgung nicht oder häufig sehr spät gewagt.

„Wir wollen – und da sind wir uns mit den juristischen und kriminologischen Experten als auch Opferverbänden, Hilfsorganisationen und Betroffenen einig – Kinder bestmöglich schützen. Die schrecklichen Taten dürfen für die Täter nicht ohne Konsequenz bleiben. Hinzu kommen auch ein generationsübergreifender Schutz und die abschreckende Wirkung auf potentielle Täter. Wir stehen an der Seite der Opfer“ betont Osigus.

„Das Feedback auf unsere Initiative seitens der geladenen Expertinnen und Experten war äußerst positiv“, so Osigus, „und wir haben für unser Vorhaben viel Zuspruch bekommen. Dies bestärkt uns in unserer Absicht, eine Bundesratsinitiative zur Strafrechtsänderung auf den Weg zu bringen und werden nun erneut das Gespräch mit unserem Koalitionspartner suchen.“

hh

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