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2020 01 13 AG Trinkwasser Foto: hh
v.l. Stephan Schumüller, Josef Ehlert, Cornelia Adamiec, Horst Hoffmann, Matthias Schmedes, Wolfgang Peters, Axel Schlicker ( Waldemar Redlich fotografiert)

13. Januar 2020: Nitrat im Trinkwasser für 31 Neustädter Ortsteile geringfügig gesenkt.

Auf Betreiben von Wolfgang Peters, Sprecher der SPD-Arbeitsgruppe „Trinkwasser“ im SPD-Vorstand, fand am Montag, den 13.Januar 2020 ein Gespräch mit dem Geschäftsführer des Wasserverbandes Garbsen-Neustadt (WVGN), Stephan Schumüller und dem technischen Leiter Waldemar Redlich, im Wasserwerk Hagen statt.

Die anwesenden Mitglieder der AG , die SPD-Vorstandsmitglieder Cornelia Adamiec, Josef Ehlert, Matthias Schmedes, Axel Schlicker (in Vertretung für Christina Schlicker) und Horst Hoffmann wollten unter anderem wissen, welche Maßnahmen mit welchen Ergebnissen vom WVGN bisher unternommen wurden um den Nitratgehalt im Trinkwasser zu senken.

Schumüller stellte mehrere Initiativen vor.

  • Ein neuer Brunnen (4d) ist angelegt worden, der ab dem 24.12.2019 in Betrieb genommen wurde und langsam „hochgefahren“ wird. Durch Mischung mit dessen nitratfreiem Wasser konnte bisher eine Senkung von ca.39mg/L auf ca. 35mg/L Nitrat für das abgegebene Trinkwasser erreicht werden (siehe Messprotokoll). Dieser Wert könne sich verbessern, wenn der Brunnen die volle Förderleistung/Fördermenge erreicht, so Schumüller. Durch den in der Tiefe durchgeführten Prozess der Eisenentfernung (wechselseitig zwischen Brunnen 4c und 4d) bleibt die Fördermenge pro Stunde jedoch begrenzt.
  • Der WVGN hat 3 weitere Explorationen wasserrechtlich beantragt.
  • Das Wasser von zwei neuen Brunnen im Bereich des Wasserwerkes Forst Esloh steht für die Neustädter Nordgemeinden nur in Notzeiten zur Verfügung.
  • Zur Zeit hat der WVGN eine Pilotanlage beantragt, mit dem der Nitratgehalt durch Hochdruckfilterung gesenkt werden kann. Erwünschte aber mit diesem Prozess gleichzeitig herausgefilterte chem. Elemente würden bei Inbetriebnahme durch Mischung mit dem Wasser anderer Brunnen ergänzt. Die Entsorgung der Rückstände/des „Filterkuchens“ ist noch nicht geklärt.
  • Schumüller führte aus, dass es letztlich immer auch eine Frage des Geldes ist, mit welchem finanziellem Aufwand man welche Ergebnisse erzielen will.

    Die Unterschiede in der Preisgestaltung zwischen dem Wasserpreis der Kernstadt und dem Wasserpreis der 31 Neustädter Nordgemeinden begründet Schumüller mit dem größeren Wartungsaufwand in der Fläche.

  • Hier ist die Stadt Neustadt gefragt. Gespräche zwischen dem WVGN und den Stadtwerken sind angelaufen. Ziel ist es, durch partielle Fusionen Synergie- und damit kostensenkende Effekte zu erzielen, damit unter anderem der finanzielle Ausgleich zwischen der Kernstadt und den 31 Neustädter Nordgemeinden erreichbar wird. Diesen Ausgleich fordern die SPD-AG-Mitglieder mit großem Nachdruck.
  • Mit der Variante, Wasser aus dem Wasserwerk Schneeren durch die Genehmigung zur Erhöhung der Fördermenge zu bekommen, wird sich der WVGN erst beschäftigen, wenn diese Genehmigung von der Region vorliegt. Der WVGN wäre sofort bereit, diese zusätzliche Wassermenge (ca. 1Mill. m³/Jahr) von den Harzwasserwerken zu kaufen. Der Nitratgehalt könnte in diesem Fall sofort auf ca. 26mg/L durch Mischung erreicht werden. Hierzu liegt bereits ein Antrag der SPD-Fraktion im Stadtrat an die Region vor.

Die Mitglieder der SPD-AG „Trinkwasser“ bedanken sich für das sehr sachliche Gespräch mit Stephan Schumüller und werden weiter daran mitarbeiten, damit im ganzen Neustädter Land nitratarmes und preiswertes Trinkwasser bereitgestellt wird.

(hh / 2020_01_13_SPD-AG „Trinkwasser“)

2020 01 13 AG Trinkwasser Analyse Foto: WVGN
Messprotokoll

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